Vergussmörtel ist ein präziser Baustoff für kraftschlüssige Untergüsse, Verankerungen und Ausgleichsschichten. Er verbindet Bauteile dauerhaft, verteilt Lasten zuverlässig und schließt Hohlräume sicher. In Verbindung mit Werkzeugen und Geräten der Darda GmbH – etwa Betonzangen für präzisen Rückbau oder Stein- und Betonspaltgeräten für kontrolliertes Spalten – ermöglicht er saubere Schnittstellen zwischen Abbruch, Rückbau und dem anschließenden konstruktiven Aufbau. So lassen sich Fundamente untergossen, Anker gesetzt oder Bohrungen verschlossen, ohne die Maßhaltigkeit oder Dauerhaftigkeit des Gesamtwerks zu gefährden.
Definition: Was versteht man unter Vergussmörtel
Vergussmörtel ist ein hochfließfähiger, meist zementgebundener oder kunstharzmodifizierter Mörtel für das hohlraumfreie Ausgießen von Fugen, Hohlräumen und Auflagerflächen. Typisch sind eine schwundarme bis schwindkompensierte Rezeptur, eine selbstnivellierende Konsistenz und eine definierte Früh- und Endfestigkeit. Anwendung findet Vergussmörtel vor allem beim Unterfüttern von Maschinen und Aggregaten, beim Vergießen von Ankerstangen, beim kraftschlüssigen Ausgleich unebener Auflager sowie beim Verdämmen von Bohrlöchern und Kernbohrungen. In Abbruch- und Rückbauprozessen schafft er die Verbindung zwischen bestehender Struktur und neuen Bauteilen oder temporären Hilfskonstruktionen.
Eigenschaften und Zusammensetzung
Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich Zusammensetzung und Leistungsprofil. Zementgebundene Systeme sind universell einsetzbar, robust und wirtschaftlich. Harzmodifizierte oder rein kunstharzgebundene Systeme bieten erhöhte Haftzugwerte, chemische Beständigkeit und schnelle Aushärtung, beispielsweise bei dynamischen Lasten. Wichtige Kennwerte sind:
- Verarbeitbare, fließfähige bis hochfließfähige Konsistenz für hohlraumfreies Einlaufen
- Schwindkompensation zur Minimierung von Randabrissen und Spannungsrissen
- Definierte Frühfestigkeit für rasche Belastbarkeit, etwa bei eng getakteten Rückbauabläufen
- Gute Haftzugfestigkeit auf tragfähigem, aufgerautem Betonuntergrund
- Beständigkeit gegen Öl, Kraftstoffe oder Tausalze – je nach System
- Geringe Permeabilität, um eindringende Feuchte zu begrenzen
Anwendungsfelder und Schnittstellen im Rückbau
Im Betonabbruch und Spezialrückbau bildet Vergussmörtel die passgenaue Verbindung zwischen Untergrund und Bauteil – temporär oder dauerhaft. Bei der Entkernung und beim Schneiden werden Auflager für Abstützungen nivelliert, Kernbohrungen nach dem Kabel- oder Rohrzug vergossen und neue Anker für Lastabtrag gesetzt. In Kombination mit Betonzangen entstehen aufgerissene Kanten und Auflager, die nach dem Abbruch mit Vergussmörtel planeben ertüchtigt werden. Beim Arbeiten mit Stein- und Betonspaltgeräten können Bohrlöcher nach dem kontrollierten Spalten gezielt verfüllt, verdämmt oder als Ankerpunkte mit Vergussmörtel genutzt werden, um Folgearbeiten sicher zu stellen.
Bezug zu Betonzangen
Wo Betonzangen tragende Bauteile selektiv zerkleinern, bleiben oft unregelmäßige Auflager zurück. Ein präziser Unterguss füllt diese Unebenheiten aus, stellt die Lastübertragung her und verhindert Kantenpressungen. Zudem können eingelassene Anker, Schienen oder Konsolen mit Vergussmörtel vergossen werden, um neue Bauteile oder temporäre Abstützungen aufzunehmen.
Bezug zu Stein- und Betonspaltgeräten
Die Spalttechnik folgt definierten Bohrlochrastern. Nach dem Spalten werden Bohrungen entweder endgültig geschlossen oder als tragende Verankerung genutzt. Vergussmörtel dichtet Bohrkanäle, minimiert Wasserwege und erlaubt das hohlraumfreie Einbinden von Gewindestangen und Ankerhülsen für nachfolgende Montagearbeiten.
Materialwahl: Zementgebunden oder Harzsystem
Die Wahl richtet sich nach Belastung, Umgebungsbedingungen und Bauablauf:
- Zementgebundene Vergussmörtel: universell, wirtschaftlich, in Schichtdicken von wenigen Millimetern bis mehreren Zentimetern einsetzbar; geeignet für Fundamente, Aggregatuntergüsse und Ankerverguss.
- Kunstharzgebundene Systeme: schnelle Aushärtung, hohe Haftung und chemische Beständigkeit; sinnvoll bei begrenzten Stillstandszeiten oder in Bereichen mit Öl-/Chemikalieneinfluss.
Für dynamisch beanspruchte Auflager, etwa unter Hydraulikaggregaten, sind schwingungsgeeignete, schwindkompensierte Systeme mit definierter Elastizität und hoher Ermüdungsfestigkeit zweckmäßig.
Untergrundvorbereitung und Verarbeitung
Die Untergrundqualität bestimmt die Verbundleistung. Grundsätze der Praxis sind allgemein:
- Tragfähigen Beton freilegen, schwache Zonen entfernen, Oberfläche aufrauen
- Gründlich reinigen (staub- und fettfrei), Ränder definiert ausbilden
- Je nach System den Untergrund vorwässern, jedoch stehendes Wasser vermeiden
- Schalung dicht, formstabil und rückbaugeeignet herstellen
- Mörtel homogen anmischen, Wasserzugabe gemäß Herstellerangabe einhalten
- Von einer Seite kontinuierlich einbringen, Luft einschlussarm führen
- Nachbehandeln, vor Zugluft und Austrocknung schützen
Temperatur, Feuchte und Bauteilgeometrie beeinflussen Fließverhalten und Festigkeitsaufbau maßgeblich. Angaben der jeweiligen Produktdatenblätter sind zu beachten.
Vergussmörtel in Felsabbruch und Tunnelbau
Im Felsabbruch stabilisiert Vergussmörtel temporäre Ankerpunkte, fixiert Schrägstützen und verschließt Bohrlöcher, um Wasserwege zu begrenzen. In tunnelnahen Anwendungen werden Kabeldurchführungen, Ankerhülsen und Einbauteile kraftschlüssig vergossen. Beim Einsatz von Steinspaltzylindern unterstützt ein präziser Verguss die sichere Lastabtragung von Hilfskonstruktionen und erleichtert die kontrollierte Folgearbeit mit Betonzangen oder Stahlscheren.
Natursteingewinnung
Bei der Gewinnung von Naturstein wird mit Bohrlochreihen gearbeitet. Nach dem Lösen der Blöcke lassen sich Halterungen, Anschlagpunkte oder Schienen mit Vergussmörtel befestigen, um Stückgut sicher zu bewegen oder zu säumen, bevor es weiter zerkleinert wird.
Einbindung weiterer Werkzeuge und Geräte
Vergussmörtel begleitet zahlreiche Arbeitsgänge mit Werkzeugen der Darda GmbH:
- Kombischeren und Multi Cutters: Nach dem Trennen von Bauteilen werden Durchbrüche, Schlitzungen oder Auflagerflächen plan eingesetzt und mit Vergussmörtel ertüchtigt.
- Stahlscheren und Tankschneider: Beim Entfernen von Behältern oder Stahlprofilen sind Auflager und Konsolen oft nachträglich zu unterfüttern oder Anker lösungsmitteldicht zu vergießen.
- Hydraulikaggregate: Fundamente und Maschinenplatten werden hohlraumfrei untergossen, um Schwingungen zu reduzieren und die Last gleichmäßig einzuleiten.
Normative Orientierung und Qualitätssicherung
Für Verguss- und Verankerungsmörtel existieren anerkannte Regelwerke, die Anforderungen an Materialeigenschaften, Haftung und Dauerhaftigkeit beschreiben. Üblich sind Leistungsnachweise zu Druckfestigkeit, Haftzug, Ausblühneigung, Schwindverhalten, Beständigkeiten und Temperaturbereichen. Eine projektspezifische Prüfung von Eignung, Prüfzeugnissen und Begleitdokumentation ist sinnvoll. Probestellen, Frischmörtelkontrollen (Konsistenz, Verarbeitungszeit) und dokumentierte Nachbehandlung erhöhen die Ausführungssicherheit.
Dimensionierung und Verbrauch
Die Bedarfsermittlung erfolgt über das Volumen der Fuge beziehungsweise des Hohlraums. Praktisch bewährt ist:
- Geometrie ermitteln (Länge × Breite × Dicke)
- Einlaufreserven und Schalungsrand berücksichtigen
- Materialreserve für Verluste einplanen
Für großflächige Untergüsse empfiehlt sich eine fördergerechte Aufteilung in Felder mit definiertem Einlaufweg, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
Häufige Fehlerquellen vermeiden
- Überhöhte Wasserzugabe – reduziert Festigkeit und fördert Entmischung
- Unzureichende Untergrundvorbereitung – mindert Haftzug und Verbund
- Fehlende Nachbehandlung – erhöht Schwindrissrisiko
- Zu geringe Einlaufhöhe oder unterbrochener Gießstrom – begünstigt Hohlstellen
- Ungeeignete Temperaturführung – beeinflusst Erhärtung und Endfestigkeit
Arbeitsschutz und Umweltaspekte
Vergussmörtel ist im Frischzustand alkalisch. Persönliche Schutzmaßnahmen, staubarmes Anmischen und eine kontrollierte Reinigung von Werkzeugen sind empfehlenswert. Auswaschungen und Restmengen sind entsprechend der örtlichen Vorgaben zu behandeln; Einleitungen in Boden oder Gewässer sind zu vermeiden. Bei innenliegenden Arbeiten unterstützen Absaugung und geordnete Logistik die Ausführungssicherheit.





















