Die Umwälzpumpe ist ein zentrales Bauteil in geschlossenen Kreisläufen, in denen Flüssigkeiten zuverlässig zirkulieren müssen. In den Einsatzbereichen der Darda GmbH – vom Betonabbruch und Spezialrückbau über Entkernung und Schneiden bis hin zu Felsabbruch und Tunnelbau, Natursteingewinnung und Sondereinsätzen – begegnet man Umwälzpumpen vor allem in Kühl-, Filter- und Wasserführungs-Systemen rund um Hydraulikaggregate und werkzeugnahe Anwendungen. Eine stabile Zirkulation sichert konstante Temperaturen, saubere Medien und damit die verlässliche Leistung von Geräten wie Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräten, ohne selbst Druckarbeit am Werkzeug zu verrichten.
Definition: Was versteht man unter Umwälzpumpe
Unter einer Umwälzpumpe (auch Zirkulations- oder Kreislaufpumpe) versteht man eine Pumpe, die ein Medium – typischerweise Wasser, Emulsionen oder Hydrauliköl – in einem geschlossenen System in Bewegung hält. Ziel ist die gleichmäßige Verteilung von Wärme, die Sicherung einer definierten Temperatur, die kontinuierliche Filtration oder die Bereitstellung eines konstanten Volumenstroms zur Prozessführung. Im Unterschied zu einer Druck- bzw. Arbeits- oder Förderpumpe, die die eigentliche mechanische Arbeit an einem Werkzeug verrichtet, dient die Umwälzpumpe der internen Zirkulation. In hydraulischen Aggregaten der Darda GmbH kann sie beispielsweise den Kühlkreislauf über einen Wärmetauscher versorgen oder in einer Nebenstromstrecke die Filterung des Hydrauliköls sicherstellen. Auf der Baustelle unterstützt sie zudem wasserführende Kreisläufe, etwa für Staubbindung oder Nassschnitt, wodurch der Betrieb von Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräten im Umfeld sauberer und konstanter abläuft.
Aufbau und Funktionsprinzip der Umwälzpumpe
Umwälzpumpen arbeiten überwiegend nach dem Prinzip der Kreiselpumpe: Ein Laufrad versetzt das Medium radial in Bewegung und erzeugt so Volumenstrom und Förderhöhe. Je nach Medium und Aufgabe kommen auch Verdrängerbauarten (z. B. Zahnrad- oder Schraubenspumpen) in Betracht, etwa bei höherer Viskosität oder wenn ein stabiler, pulsationsarmer Fluss erforderlich ist. Kernkomponenten sind Antriebsmotor, Pumpenhydraulik (Laufrad bzw. Verzahnung), Gehäuse, Dichtungssystem (Gleitringdichtung oder Magnetkupplung) sowie Sensorik/Aktorik zur Regelung. Entscheidend ist die Auslegung auf Dauerbetrieb, die Medienverträglichkeit der Werkstoffe und ein Betriebspunkt, der die erforderliche Förderhöhe bei dem gewünschten Volumenstrom bereitstellt, ohne unnötige Energie zu verbrauchen.
Wesentliche Komponenten im Überblick
- Antrieb: elektrischer Motor (häufig drehzahlregelbar) für energieeffiziente, lastgerechte Zirkulation.
- Hydraulikteil: Laufrad oder Verdrängerstufe, abgestimmt auf Viskosität, Temperatur und Reinheitsklasse des Mediums.
- Dichtung und Lagerung: auf Dauerlauf, Mediumsverträglichkeit und Temperaturfenster ausgelegt.
- Regelung: Differenzdruck-, Temperatur- oder Volumenstromregelung zur Anpassung an variable Lastzustände.
- Anschlüsse: strömungsgünstige Ein- und Auslässe, optional mit Sieb- oder Schmutzfänger im Zulauf.
Umwälzpumpe im Hydraulikaggregat: Kühlung und Nebenstromfiltration
Hydraulikaggregate versorgen hydraulische Werkzeuge der Darda GmbH mit Druck- und Volumenstrom. Parallel dazu laufen oft sekundäre Kreisläufe, die eine Umwälzpumpe antreiben: Der Kühlkreislauf führt Hydrauliköl über einen Wärmetauscher, um die Öltemperatur im zulässigen Fenster zu halten; der Nebenstromfilterkreislauf (Bypass) reinigt kontinuierlich einen Teilstrom des Öls, unabhängig von den Lastspitzen der Hauptpumpe. Diese Zirkulation erhöht die Verfügbarkeit, reduziert Alterung und Viskositätsschwankungen des Hydrauliköls und stabilisiert die Leistungsabgabe am Werkzeug, etwa bei Betonzangen während längerer Abbruchzyklen.
Nebenstrom und Kühlung in der Praxis
- Bypass-Filter: konstante Filtrationsrate, weniger Partikel im Öl, geringere Abrasion an Ventilen und Dichtstellen.
- Wärmemanagement: geregelter Ölfluss durch den Wärmetauscher, temperaturgeführter Betrieb bei wechselnden Umgebungstemperaturen.
- Vorteil für Werkzeuge: gleichbleibende Reaktionsgeschwindigkeit, weniger thermisch bedingte Leistungsabfälle unter Dauerlast.
Anwendungen auf der Baustelle: Zirkulation für Betonabbruch, Entkernung und Tunnelbau
Neben der Ölzirkulation in Aggregaten werden Umwälzpumpen auf Baustellen für wasserführende Kreisläufe eingesetzt. Beim Betonabbruch und in der Entkernung unterstützt zirkulierendes Wasser die Staubbindung oder den Nassschnitt. Im Tunnelbau und bei Sondereinsätzen sind Umlaufsysteme mit Vor- und Rücklauf nützlich, um Wasser oder Emulsionen gezielt an den Einsatzort zu bringen und wieder zurückzuführen. Dadurch bleibt die Umgebung sauberer, die Sicht verbessert sich und die Belastung für Mensch und Maschine sinkt. Werkzeuge wie Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräte profitieren indirekt von dieser kontrollierten Umgebung, weil Arbeitsbereiche freier und Medien stabil bereitgestellt sind.
Auslegung: Kennlinien, Förderhöhe, Volumenstrom und Regelung
Die Auslegung einer Umwälzpumpe erfolgt über die Kennlinie (Zusammenhang zwischen Förderhöhe und Volumenstrom) in Kombination mit Anlagenkennlinie, Viskosität und Temperaturfenster. Entscheidend sind Leitungslängen, Querschnitte, Armaturen, Höhenunterschiede, Filter- und Wärmetauscherverluste. Für Hydraulikölkreisläufe ist die Viskositätstemperaturabhängigkeit zu berücksichtigen; für Wasserstrecken beeinflussen Filter, Schläuche und Düsen die erforderliche Förderhöhe. Drehzahlregelungen passen die Pumpenleistung an den Bedarf an und senken Energieverbrauch und Geräuschpegel.
Schritte zur praxisgerechten Dimensionierung
- Medium festlegen (Hydrauliköl, Wasser/Emulsion) und Temperatur-/Viskositätsbereich definieren.
- Anlagenwiderstände ermitteln (Leitungen, Armaturen, Filter, Wärmetauscher, Höhenlage).
- Erforderlichen Volumenstrom bestimmen (Kühlleistung, Filterdurchsatz, Staubbindung).
- Pumpenkennlinie abgleichen und Betriebspunkt wählen (Reserve für Verschmutzung einplanen).
- Regelstrategie festlegen (Differenzdruck-, Temperatur- oder Volumenstromregelung).
- Werkstoff- und Dichtungswahl auf Medienverträglichkeit und Umgebung abstimmen.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Energieeffiziente Umwälzpumpen nutzen drehzahlvariable Antriebe, strömungsgünstige Gehäuse und bedarfsgeführte Regelalgorithmen. Ein optimiertes Wärmemanagement senkt die Öltemperatur und damit die Oxidation, verlängert Ölwechselintervalle und reduziert den Ressourcenbedarf. In wasserführenden Kreisen vermeidet ein sauberer Kreislauf unnötige Verluste und mindert die Trübungs- und Schmutzfracht. So tragen Umwälzpumpen zu einem insgesamt ressourcenschonenden Betrieb von Hydraulikaggregaten und werkzeugnahen Systemen bei.
Betrieb, Wartung und Sicherheit
Für einen verlässlichen Dauerbetrieb sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll: Pumpengeräusch, Schwingungen, Dichtheit, Temperatur und Differenzdruck an Filtern geben Auskunft über den Zustand des Kreislaufs. Das Medium sollte sauber und passend konditioniert sein; Luft- und Gasanteile sind durch sorgfältiges Entlüften zu minimieren. Trockeneinsätze sind zu vermeiden, ebenso Kavitation durch zu geringe Zulaufdrücke. In kalter Witterung empfiehlt sich Frostschutz bzw. eine geeignete Einwinterung wasserführender Kreise. Sicherheitsaspekte betreffen die fachgerechte Schlauchführung, Schutz vor heißen Oberflächen am Wärmetauscher und die Verwendung geeigneter Schutzkleidung im Umfeld von Abbrucharbeiten.
Typische Störungen und Abhilfe
- Kein oder zu geringer Volumenstrom: Sieb verstopft, Filterdifferenzdruck zu hoch, Luft im System; Abhilfe durch Reinigung, Entlüftung, Filterwechsel.
- Überhitzung: unzureichender Kühlmittelfluss oder verschmutzter Wärmetauscher; Kühlkreislauf prüfen und reinigen.
- Kavitation: zu geringer Zulaufdruck, ungeeignete Ansauggeometrie, zu hohe Viskosität; Ansaugstrecke optimieren, Temperaturen anpassen.
- Leckagen: gealterte Dichtungen oder ungeeignete Werkstoffe; Dichtungssatz medien- und temperaturgerecht wählen und fachgerecht ersetzen.
Material- und Medienverträglichkeit
Die Auswahl von Gehäuse, Dichtungen und Elastomeren richtet sich nach Medium und Temperatur. Für Hydraulikölkreisläufe sind ölbeständige Dichtwerkstoffe einzusetzen; bei Wasser/Emulsionen wirken pH-Wert, mögliche Partikel und Korrosionsneigung auf die Werkstoffwahl. In Tunnel- und Felsumgebungen kann erhöhte Partikellast auftreten; entsprechende Vorfilterung schützt Pumpe und Wärmetauscher. Bei Bio-Ölen sind die Herstellerangaben zur Verträglichkeit von Dichtungen und Lacken zu beachten.
Schnittstellen zu Werkzeugen: Praxisnahe Integration
Ob Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräte: Die Umwälzpumpe verrichtet ihre Arbeit abseits des eigentlichen Arbeitskreislaufs. Dennoch beeinflusst sie die Prozessstabilität: Ein sauberer, temperaturgeführter Ölkreislauf im Hydraulikaggregat verbessert das Ansprechverhalten, während eine verlässliche Wasserzirkulation die Staubentwicklung um den Arbeitsbereich reduziert. Bei der Planung sind kurze, knickfreie Schlauchwege, vibrationsarme Befestigungen und leicht zugängliche Filterplätze hilfreich. Quick-Disconnect-Verbindungen erleichtern Service und Reinigung, ohne unnötige Stillstandszeiten zu erzeugen.
Normative Orientierung und Dokumentation
Für Planung, Bau und Betrieb von Umwälzpumpen und Kreisläufen sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik maßgeblich. Dazu zählen die Beachtung drucktragender Komponenten, geeigneter Schutzmaßnahmen gegen heiße Oberflächen sowie die Dokumentation von Wartungs- und Prüfintervallen. Angaben zu Medien, Filterfeinheiten, Temperaturgrenzen und zulässigen Betriebszuständen sollten in der technischen Dokumentation nachvollziehbar festgehalten werden. Konkrete Vorgaben können je nach Land, Einsatzort und Anwendung variieren und sind allgemein zu prüfen.





















