Tunneltechnik umfasst das Planen, Herstellen, Sichern, Ausbauen und Instandhalten unterirdischer Hohlräume für Verkehr, Versorgung und bergmännische Zwecke. Sie verbindet Geologie, Bauverfahren, Maschinentechnik, Arbeitssicherheit und Logistik zu einem präzisen Zusammenspiel. In allen Phasen – vom Vortrieb über den Ausbau bis zur Sanierung – spielen spezialisierte Werkzeuge und hydraulische Systeme eine zentrale Rolle. Besonders im Felsabbruch und Tunnelbau sowie beim Betonabbruch und Spezialrückbau leisten Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte im Tunnelbau der Darda GmbH einen wesentlichen Beitrag, wenn es auf kontrolliertes, erschütterungsarmes Arbeiten und exakte Profilanpassungen ankommt.
Definition: Was versteht man unter Tunneltechnik
Tunneltechnik bezeichnet die Gesamtheit der wissenschaftlichen, planerischen und praktischen Methoden zur Herstellung und Nutzung unterirdischer Bauwerke. Dazu zählen die geologische Erkundung, Auswahl und Ausführung des Vortriebs (mechanisch oder sprengtechnisch), temporäre und dauerhafte Sicherungen (z. B. Anker, Spritzbeton, Auskleidungen), der Ausbau, die Bau- und Förderlogistik sowie Instandhaltung, Verstärkung und Rückbau. Ziel ist ein standsicherer, langlebiger, wirtschaftlicher und sicherer Tunnel mit minimalen Beeinträchtigungen für Menschen und Umwelt.
Grundlagen, Verfahren und Ausrüstung der Tunneltechnik
Die Wahl der Verfahren in der Tunneltechnik richtet sich nach Geologie, hydrogeologischen Bedingungen, Überdeckung, Nutzung und baubetrieblichen Randbedingungen. Im Festgestein kommen Sprengvortrieb und Teilschnittmaschinen zum Einsatz; in Lockergesteinen dominieren Schildmaschinen, Vereisung oder Druckluft. Unabhängig vom Verfahren sind präzise Sicherungen (Anker, Gitterbögen, Spritzbeton), eine zuverlässige Logistik (Förderung, Bewetterung, Energie) sowie werkzeugseitig kraftvolle, dennoch fein dosierbare Systeme erforderlich. Stein- und Betonspaltgeräte eignen sich für kontrolliertes Lösen von Gestein und hochfestem Beton bei knappen Toleranzen, etwa an der Ortsbrust oder bei Profilkorrekturen, während Betonzangen beim Rückbau, bei Durchbrüchen, Nischen und Ausrundungen eine präzise, erschütterungsarme Formgebung ermöglichen. Hydraulikaggregate versorgen diese Werkzeuge mit Energie und erlauben eine kompakte, sichere Anwendung im beengten Tunnelquerschnitt.
Geologie und Baugrund: Einfluss auf Verfahren und Sicherung
Geologische Schichten, Kluftsysteme, Festigkeit und Wasserführung bestimmen, ob mechanischer Vortrieb, Sprengvortrieb oder ein Schildverfahren wirtschaftlich und sicher ist. Festgestein mit hoher Druckfestigkeit verträgt meist Spreng- oder Teilschnittvortrieb; geklüftete Zonen erfordern frühzeitige Sicherung, z. B. mit Ankern und Spritzbeton. Bei wechselndem Baugrund ist ein flexibles Sicherungskonzept entscheidend. Für lokale Anpassungen – etwa beim Entfernen von Überständen, Lösen von Keilen oder Abtragen von Ausbrüchen – sind Steinspaltzylinder und Betonzangen im Vorteil, da sie kontrolliert und punktgenau arbeiten.
Vortriebsverfahren im Überblick
Sprengvortrieb im Fels
- Erkundung und Bohrlochanordnung: Bohrbilder je nach Gestein, Zielprofil und First-/Strossenschnitt.
- Ladung und Zündung: Sequenz und Verzögerung zur Profilgenauigkeit und Reduktion von Erschütterungen.
- Ausbruch und Haufwerk: Laden, Fördern, Messen; Profilkontrolle mit Vermessung und Scanner.
- Nacharbeit: Abtragen von Restnasen, Ausrundungen, Anschlüsse; hier sind Stein- und Betonspaltgeräte hilfreich für erschütterungsarmes Formen.
Mechanischer Vortrieb
- Teilschnittmaschinen: Segmentweiser Abtrag im Fels; geeignet für wechselhaften Baugrund und variable Querschnitte.
- Tunnelbohrmaschinen (TBM/Schild): Kontinuierlicher Vortrieb in Lockergestein bis Festgestein; Segmentausbau in einem Taktsystem.
- Profilkorrektur und Einbauten: Betonzangen, Multi Cutters und Kombischeren unterstützen Einbauöffnungen, Kabelkanäle oder Drainagenuten.
Abbau, Profilkontrolle und Anpassungen
Nach jedem Vortriebsschritt folgt die Profilprüfung. Wo Überprofile oder lokale Störstellen auftreten, erlaubt das gezielte Spalten mit Steinspaltzylindern ein vibrationsarmes Entfernen. Betonzangen schneiden präzise in hochfestem Beton, etwa an Sohlenplatten, Stützen oder Querschlagsanschlüssen.
Sicherung, Ausbau und Auskleidung
Frühzeitige Sicherungen stabilisieren den Tunnelquerschnitt. Typisch sind Spritzbeton, Faserbewehrung, Anker und Stahlrippen. Der dauerhafte Ausbau erfolgt als Ortbeton- oder Tübbingauskleidung. Für Aussparungen, Aufweitungen oder nachträgliche Anbindungen leisten Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte präzise Dienste, ohne empfindliche Sicherungselemente zu beeinträchtigen. Bei Verstärkungen oder Sanierungen ist das selektive Freilegen von Bewehrung wichtig; hier unterstützen Multi Cutters und Stahlscheren beim materialspezifischen Trennen.
Baulogistik, Energie und Hydraulik im Tunnel
Tunnelbaustellen erfordern eine robuste, kompakte Energieversorgung. Hydraulikaggregate für Tunnelarbeiten speisen mobile Werkzeuge über kurze Leitungswege, was Reaktionsschnelligkeit und Sicherheit erhöht. Der Transport von Ausbruch, Material und Fertigteilen erfolgt gestaffelt; beengte Querschnitte verlangen leichte, handhabbare Komponenten. Werkzeuge der Darda GmbH sind auf solche Rahmenbedingungen zugeschnitten und lassen sich in bestehende Logistikketten einbinden – vom Handgerät bis zur Integration an Trägergeräten.
Arbeitssicherheit, Emissions- und Erschütterungsschutz
Staub, Lärm, Vibrationen und Dieselabgase sind zentrale Themen. Erschütterungsarme Verfahren wie Spalten statt Schlag oder großflächiges Meißeln schützen Bauwerk und Umfeld. Bei innerstädtischen Projekten oder sensiblen Nachbarschaften sind kontrollierte Abtragsmethoden ein entscheidender Vorteil. Eine gute Bewetterung, saubere Schlauchführung und sichere Kupplungen der Hydraulik minimieren Risiken.
Rückbau, Sanierung und Instandhaltung von Tunnelbauwerken
Bestandsbauwerke werden ertüchtigt, erweitert oder geordnet rückgebaut. Typische Maßnahmen: Entfernen von Auskleidungsteilen, Öffnen von Querschlägen, Vergrößern von Nischen, Betoninstandsetzungen. Betonzangen tragen schichtweise ab und schonen die Reststruktur; Stein- und Betonspaltgeräte lösen massive Bereiche kontrolliert. Kombischeren und Multi Cutters decken wechselnde Materialien ab, während Stahlscheren Bewehrung, Profile und Einbauten trennen. In speziellen Situationen (Sondereinsatz) – etwa begrenzte Zugänglichkeit – ist die kompakte Bauform der Werkzeuge im Vorteil.
Typische Anwendungsfälle für Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte im Tunnelbau
- Profilkorrekturen an Firste, Strosse und Ulme ohne Übertragung unnötiger Vibrationen.
- Herstellen von Aussparungen für Kabeltrassen, Entwässerung, Lüftungsnischen (Entkernung und Schneiden).
- Selektiver Rückbau von Auskleidungen und sekundären Bauteilen im Betonabbruch und Spezialrückbau.
- Lösen von Keilen und Blockwerk im Felsabbruch bei beengter Ortsbrust.
- Öffnen von Querschlägen und Notausgängen mit kontrollierter Kantenqualität.
- Sanierungsschritte: Abtragen geschädigter Betonschichten, Freilegen von Bewehrung, vorbereitendes Entfernen vor Spritzbetonauftrag.
Auswahlkriterien für Ausrüstung in der Tunneltechnik
- Baugrund und Festigkeiten: Druckzugverhältnisse, Kluftabstände, Wasserzutritt.
- Querschnitt und Zugänglichkeit: Gerätedimensionen, Gewicht, Handhabung im Tunnel.
- Emissionsziele: Lärm- und Erschütterungsgrenzen, Staubmanagement.
- Leistungsbedarf und Energie: Kompatibilität mit Hydraulikaggregaten, Schlauchlängen, Wärmeabfuhr.
- Präzision und Kantenqualität: Nacharbeit minimieren, Sicherungen schonen.
- Sicherheit: Rückstoßarmut, Not-Stopp, sichere Kupplungen, ergonomische Bedienung.
Qualitätssicherung, Monitoring und Dokumentation
Qualität im Tunnelbau entsteht durch kontinuierliche Messung und Dokumentation: Profilscans, Erschütterungs- und Lärmmessungen, Spritzbetondicken, Ankerzugversuche, Wasserzutritte. Präzise, reproduzierbare Abtragsergebnisse durch Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte erleichtern die Einhaltung von Toleranzen und reduzieren Nacharbeit. Sauber getrennte Materialien verbessern das Recycling.
Umwelt- und Ressourcenaspekte
Reduzierte Erschütterungen schützen Nachbarbebauung und Bestandsinfrastruktur. Selektiver Rückbau erleichtert die Trennung von Beton, Stahl und Ausbaukomponenten. Punktuelles Spalten senkt Energieverbrauch und Werkzeugverschleiß. In der Natursteingewinnung und beim bergmännischen Ausbau gelten ähnliche Vorteile: hohe Maßhaltigkeit, geringe Schäden am Bestand und effiziente Materialnutzung.
Antrieb, Wartung und Betrieb von hydraulischen Systemen
Hydraulikaggregate stellen die nötige Leistung bereit. Wichtig sind Ölqualität, Filtration, Temperaturmanagement und regelmäßige Dichtungsprüfungen. Kurze Stillstände durch vorbeugende Wartung erhöhen die Verfügbarkeit. In Tunneln sind kompakte, gut transportierbare Einheiten mit klaren Anschlusspunkten und zuverlässigen Schnellkupplungen von Vorteil.
Planung und Ablauf im Projekt
- Vorerkundung und Geotechnik: Sondierungen, Laborversuche, numerische Modelle.
- Verfahrenswahl: Vortrieb, Sicherung, Ausbau, Logistik, Notfallkonzepte.
- Baustelleneinrichtung: Energie, Bewetterung, Fördertechnik, Lagerflächen.
- Ausführung: Taktplanung, Messsysteme, Dokumentation, Qualitätssicherung.
- Rückbau und Instandhaltung: Lebenszyklusbetrachtung, Inspektion, Sanierungsstrategien.
Rollen der Produkte der Darda GmbH im Kontext der Tunneltechnik
Betonzangen überzeugen bei präzisen Rückbau- und Anpassungsarbeiten im Beton; Stein- und Betonspaltgeräte bieten kontrolliertes Lösen in Fels und Stahlbeton; Steinspaltzylinder adressieren hohe Festigkeiten bei engen Platzverhältnissen; Kombischeren und Multi Cutters ermöglichen materialübergreifendes Trennen; Stahlscheren fokussieren sich auf metallische Einbauten; Tankschneider sind für spezielle Schneidaufgaben im Sondereinsatz vorgesehen; Hydraulikaggregate versorgen die Geräte mit der erforderlichen Leistung – stets mit Blick auf Sicherheit, Präzision und geringe Emissionen im Tunnelumfeld.





















