Der Tunnelbau umfasst die Planung, den Vortrieb, die Sicherung und den Ausbau unterirdischer Hohlräume für Verkehr, Versorgung und Infrastruktur. Er verbindet Geologie, Bauverfahrenstechnik und Arbeitssicherheit in besonders sensibler Umgebung: beengter Bauraum, eingeschränkte Logistik, hohe Anforderungen an Erschütterungs- und Lärmschutz sowie strikte Abläufe beim Umgang mit Wasser, Staub und Sprengstoffen. In diesen Rahmenbedingungen sind präzise, kontrollierte und erschütterungsarme Arbeitsweisen entscheidend. Werkzeuge und Systeme der Darda GmbH werden dabei vor allem im Felsabbruch und Tunnelbau, beim Betonabbruch und Spezialrückbau sowie bei Entkernung und Schneiden eingesetzt, beispielsweise Betonzangen für den selektiven Sekundärabbruch und hydraulische Stein- und Betonspaltgeräte für kontrolliertes Spalten von Fels und Beton.
Definition: Was versteht man unter Tunnelbau
Tunnelbau ist die Gesamtheit aller Prozesse zur Herstellung, Instandhaltung und gegebenenfalls zum Rückbau unterirdischer Bauwerke. Dazu gehören Vortriebsmethoden (mechanisiert oder konventionell mit Sprengvortrieb), geotechnische Sicherungen (Spritzbeton, Anker, Gitterbögen), der Ausbau (Tübbinge oder Ortbetonschalen), Abdichtung und Entwässerung sowie baubegleitendes Monitoring. Der Begriff umfasst auch Querschläge, Schächte, Kavernen, Nischen und Sicherheitsräume. Neben der Herstellung spielt der spätere Umbau und die Sanierung eine zunehmende Rolle: Profilkorrekturen, Ausbruchserweiterungen, Austausch geschädigter Betone, Entfernen von Ausrüstungen und das trennende Bearbeiten von Bewehrungsstahl und Einbauten.
Bauverfahren im Tunnelbau: konventionell und mechanisiert
Im konventionellen Tunnelbau (häufig als NATM/Österreichische Bauweise beschrieben) erfolgt der Ausbruch abschnittsweise über Kalotte, Strosse und Sohle, meist mit Bagger, Fräse oder Sprengvortrieb. Der mechanisierte Vortrieb nutzt Teilschnittmaschinen (Roadheader) oder Tunnelbohrmaschinen (TBM) mit direkt anschließender Sicherung und Ausbau. Unabhängig vom Verfahren fallen Aufgaben an, die präzises, erschütterungsarmes Entfernen von Fels oder Beton erfordern: Profilfeinbearbeitung, Entfernen von Spritzbetonüberständen, Abbruch von Testkörpern, Öffnen von Nischen und Querschlägen oder der Rückbau temporärer Sicherungen. Hier kommen je nach Bauzustand Betonzangen für sekundären Betonabbruch und Stein- und Betonspaltgeräte für das kontrollierte Spalten von Fels oder massigen Betonbauteilen zum Einsatz.
Baustoffe, Sicherung und Ausbau im Tunnel
Zentrale Bausteine sind der geologische Verbund und die bauzeitliche Sicherung. Spritzbeton stabilisiert kurzfristig, Anker, Gitterbögen und Spieße sorgen für Lastumlagerung, Tübbinge oder Innenschalen gewährleisten Dauerhaftigkeit und Dichtigkeit. Bereits im Bauzustand ist häufig eine Profilkorrektur nötig, um Sollmaße sicherzustellen und Über- oder Unterprofile auszugleichen.
Spritzbeton und Profilkorrektur
Überstände, Nasen und Anbackungen von Spritzbeton lassen sich im beengten Tunnelquerschnitt erschütterungsarm entfernen. Betonzangen bieten dabei eine hohe Kantenkontrolle an der Ausbruchsschale, ohne umliegende Sicherungselemente unnötig zu belasten. Für massive Bereiche, in denen ein trennender Schnitt nicht zielführend ist, ermöglichen Stein- und Betonspaltgeräte mit eingesetzten Steinspaltzylindern das gezielte Aufweiten von Bohrungen und das kontrollierte Aufbrechen der Struktur.
Bewehrung, Einbauten und Tübbinge
Beim Ausbau sind Stahlbewehrung, Gitterträger und temporäre Stahlbauteile zu trennen. Je nach Materialstärke und Zugänglichkeit kommen Kombischeren, Stahlscheren oder Multi Cutters in Frage. In Tübbingtunneln treten andere Aufgaben auf: Öffnen von Segmenten für Durchbrüche, Entfernen von Vergusskegeln oder das kontrollierte Abtragen geschädigter Bereiche, wofür Betonzangen in Verbindung mit Hydraulikaggregaten präzise, reproduzierbare Ergebnisse liefern.
Sekundärabbruch und Rückbau im Tunnel
Untertage sind Lärm- und Erschütterungsbegrenzung besonders wichtig. Beim Spezialrückbau von Innenschalen, Kammern oder Querschlägen ist ein selektives Vorgehen gefordert: Bauteile werden in logische Segmente zerlegt, Bewehrung und Einbauten gezielt getrennt, angrenzende Strukturen geschont. Betonzangen erlauben das Abbeißen von Beton mit gut kontrollierbarer Bruchkante. Stein- und Betonspaltgeräte schaffen in dickwandigen Bauteilen Risslinien, die anschließend mit geringem Kraftaufwand separiert werden können. Für das Trennen massiver Profile oder Rohrleitungen im Tunnelbetrieb stehen Multi Cutters, Stahlscheren und für spezielle Behälter- und Mantelbleche Tankschneider zur Verfügung. Die Versorgung mit Energie erfolgt üblicherweise über kompakte Hydraulikaggregate für Tunnelbaustellen, die auf die begrenzte Belüftung und den Transport im Querschnitt abgestimmt sind.
Felsabbruch und Tunnelbau: kontrolliertes Spalten statt Sprengen
Nicht jeder Abschnitt lässt sich wirtschaftlich oder sicher sprengen. In sensiblen Bereichen – etwa in innerstädtischen Lagen, unter Bestandsgebäuden oder nahe kritischer Infrastruktur – bietet das hydraulische Spalten eine erschütterungsarme Alternative. Stein- und Betonspaltgeräte erzeugen über Bohrlochpaare kontrollierte Trennfugen. Die resultierenden Blöcke können mit kleinerem Gerät abtransportiert werden. Diese Methode reduziert Sekundärschäden, minimiert Nachsicherung und erleichtert die Einhaltung strenger Grenzwerte für Erschütterungen und Luftschall.
Planung, Geotechnik und Monitoring
Vortriebs- und Sicherungsentscheidungen basieren auf Baugrundmodellen, Prognoseklassen und Messprogrammen. Verformungen, Konvergenzen und Festigkeiten werden baubegleitend erfasst und mit dem Soll-Verhalten abgeglichen. Für Eingriffe am Bestand – etwa Querschnittserweiterungen, Instandsetzungen oder das Öffnen von Durchbrüchen – sind Arbeitsverfahren zu wählen, die auf die jeweilige Geologie, den Ausbauzustand und die geforderte Betriebssicherheit abgestimmt sind. Werkzeuge wie Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte lassen sich in solche Überwachungskonzepte integrieren, da sie reproduzierbare Eingriffe mit gut dokumentierbaren Parametern ermöglichen.
Arbeitssicherheit, Emissionen und Logistik unter Tage
Untertagearbeit erfordert besondere Maßnahmen zu Staub, Lärm, Erschütterungen, Belüftung, Beleuchtung und Notfallwegen. Je nach Projekt gelten unterschiedliche Regelwerke und behördliche Vorgaben; konkrete Anforderungen sind objektspezifisch zu prüfen. Grundsätzlich begünstigen hydraulische Verfahren eine staub- und lärmreduzierte Arbeitsweise. Das betrifft sowohl das Abbeißen von Beton mit Betonzangen als auch das Bohren und Spalten mit Stein- und Betonspaltgeräten. Für die Baustellenlogistik sind Gewicht, Abmessungen und Schlauchführungen der Ausrüstung maßgeblich, ebenso die Kompatibilität der Hydraulikaggregate mit der vorhandenen Energieversorgung und Belüftung.
Typische Aufgaben im Tunnelbau und geeignete Werkzeuge
- Profilfeinbearbeitung an Spritzbetonschalen: Betonzangen für kontrollierte Kanten, Kombischeren zum Trennen kleinerer Einbauteile.
- Querschläge und Nischen herstellen: Bohren, Stein- und Betonspaltgeräte für trennende Rissbildung, anschließend gezieltes Abtragen.
- Rückbau temporärer Stahlkonstruktionen: Stahlscheren und Multi Cutters für Profile, Gitter und Träger.
- Sanierung geschädigter Innenschalen: Abtragen mit Betonzangen, Freilegen der Bewehrung, selektives Trennen mit Kombischeren.
- Felsabtrag in sensibler Umgebung: Stein- und Betonspaltgeräte zur erschütterungsarmen Blockbildung.
- Entkernung und Schneiden von Leitungen und Einbauten: Multi Cutters und bei speziellen Mantelmaterialien Tankschneider.
Besondere Randbedingungen: innerstädtisch und im Bestand
Unter urbanen Räumen sind Grenzwerte für Erschütterungen und Luftschall oft sehr niedrig, gleichzeitig bestehen hohe Anforderungen an Bauzustandsüberwachung und Drittenschutz. Verfahren mit begrenzter Ausbreitung von Schwingungen – wie das hydraulische Spalten oder das Abbeißen mit Betonzangen – unterstützen die Einhaltung dieser Vorgaben. Bei Arbeiten in Bestandsröhren während Teilbetrieb sind kompakte, mobil einsetzbare Einheiten mit Hydraulikaggregaten und kurzen Rüstzeiten von Vorteil.
Qualitätssicherung und Dokumentation
Für Maßhaltigkeit und Dauerhaftigkeit sind dokumentierte Arbeitsparameter und Abnahmeprozesse erforderlich: Soll-Ist-Vergleich der Geometrie, Nachweis der Betonentfernung bis zur definierten Tiefe, protokollierte Trennschnitte und Spaltfolgen. Werkzeuge mit gut steuerbaren Kräften – etwa Betonzangen und Stein- und Betonspaltgeräte – erleichtern reproduzierbare Ergebnisse und eine lückenlose Dokumentation der Arbeitsschritte.
Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz
Ressourcenschonende Verfahren reduzieren Materialverluste, Energiebedarf und Transport. Erschütterungsarme Methoden mindern Folgeschäden und Nachsicherungen. Das kontrollierte Spalten erzeugt Blöcke mit günstigen Transportabmessungen, das selektive Abtragen mit Betonzangen erhält angrenzende Bauteile und erleichtert sortenreine Trennung von Beton und Stahl – eine Voraussetzung für hochwertiges Recycling. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft unterstützt dies die effiziente Verwertung des Ausbruchmaterials.
Sondereinsatzfälle im Tunnelbau
In Speziallagen – etwa bei Notfallmaßnahmen, freizulegenden Havariebereichen oder dem Öffnen von Servicekavernen – ist ein schnelles, kontrolliertes Trennen und Öffnen erforderlich. Je nach Materialmix bieten Kombischeren, Multi Cutters und Stahlscheren flexible Optionen. Wo geschlossene Behälter- oder Mantelstrukturen unter Tage zu bearbeiten sind, können Tankschneider Teil eines sicherheitsgerecht geplanten Vorgehens sein. Die Auswahl und Anwendung solcher Verfahren hat sich stets an den jeweils gültigen Vorschriften und projektspezifischen Freigaben zu orientieren.





















