Trägersicherheit beschreibt die sichere Beherrschung von Lasten, Kräften und Bewegungen, die beim Einsatz hydraulischer Abbruch- und Spalttechnik entstehen – sowohl am Trägergerät (z. B. Bagger, ferngesteuerte Träger oder handgeführte Systeme) als auch am tragenden Bauteil selbst (Balken, Unterzüge, Stützen, Aussteifungen). In den typischen Einsatzbereichen der Darda GmbH – vom Betonabbruch und Spezialrückbau über Entkernung und Schneiden bis hin zu Felsabbruch, Tunnelbau, Natursteingewinnung und Sondereinsätzen – entscheidet die Trägersicherheit über Stabilität, Prozessqualität und Personenschutz. Im Mittelpunkt stehen Geräte wie Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräte, Hydraulikaggregate, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren, Tankschneider sowie spezifische Steinspaltzylinder. Eine vorausschauende Planung, nachvollziehbare Lastpfade und ein kontrollierter Umgang mit Scher-, Druck- und Spaltkräften bilden die Grundlage für einen sicheren und effizienten Arbeitsablauf.
Definition: Was versteht man unter Trägersicherheit
Unter Trägersicherheit wird die Summe aller Maßnahmen und technischen Voraussetzungen verstanden, die das sichere Arbeiten am Trägergerät und an tragenden Strukturen gewährleisten. Dazu gehören die richtige Auswahl, Montage und Bedienung von Anbaugeräten wie Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräten oder Stahlscheren, die stabile Hydraulikversorgung über geeignete Hydraulikaggregate, die statisch klare Zerlege- und Spaltfolge, ein kontrollierter Lastabtrag sowie die Abstützung oder temporäre Sicherung von Bauteilen. Trägersicherheit ist damit sowohl arbeitsorganisatorisch (Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Kommunikation) als auch technisch (Tragfähigkeit, Kippstabilität, Druck-/Volumenstrom, Werkzeugschnittkräfte, Spaltkräfte) zu verstehen. Rechtliche Anforderungen und technische Regeln sind hierbei generell zu beachten; verbindliche Bewertungen im Einzelfall bedürfen stets der fachkundigen Prüfung.
Grundlagen der Trägersicherheit im Rückbau und Abbruch
Trägersicherheit entsteht, wenn alle Kräfte im System ausbalanciert sind und die Reaktionen auf das Trägergerät, den Untergrund und das bearbeitete Bauteil beherrscht werden. Beim Einsatz von Betonzangen wirken hohe Scher- und Quetschkräfte, die Bewehrung trennen und Beton zerbrechen; Stein- und Betonspaltgeräte und spezifische Steinspaltzylinder erzeugen radiale Spaltkräfte, die entlang von Risslinien die Struktur öffnen. Beide Verfahren sind erschütterungsarm und sprengfrei, erfordern aber eine präzise Führung, ständige Kontrolle der Rissbildung und ein sicheres Ableiten gelöster Massen. Hydraulikaggregate liefern dabei den erforderlichen Druck und Volumenstrom. Kippmomente, dynamische Lastwechsel, Schwingungen und Temperatur der Hydraulik sind planungsrelevant, weil sie die Standfestigkeit des Trägergeräts und den Zustand der Struktur beeinflussen.
Trägersicherheit am Trägergerät: Auswahl, Montage und Betrieb
Die sichere Arbeit mit Anbau- und Handgeräten setzt ein geeignetes Trägergerät voraus. Wesentliche Aspekte sind Traglast, Kippstabilität, Hydraulikversorgung, Sicht und Bewegungsfreiheit – insbesondere in engen Umgebungen wie bei Entkernung, Tunnelbau oder Sondereinsätzen.
Traglast, Schwerpunktlage und Kippmoment
- Werkzeuggewicht und -geometrie: Betonzangen, Kombischeren, Multi Cutters und Stahlscheren beeinflussen die Schwerpunktlage des Trägergeräts. Längere Ausleger oder Anbauten erhöhen das Kippmoment.
- Arbeitsposition: Überkopf- oder Frontarbeiten auf Reichweite steigern das Risiko. Ein niedriger, breiter Stand verbessert die Kippreserve.
- Untergrund: Tragfähigkeit des Bodens, mögliche Hohlräume und Erschütterungen sind zu prüfen; temporäre Lastverteilung (z. B. untergelegte Holz- oder Stahlplatten) erhöht die Standsicherheit.
Hydraulikversorgung und Hydraulikaggregate
- Druck und Volumenstrom müssen zu Betonzange, Stein- und Betonspaltgerät, Steinspaltzylinder, Tankschneider, Kombischeren, Multi Cutters oder Stahlscheren passen; Über- oder Unterversorgung beeinträchtigt Leistung und Sicherheit.
- Rücklauf, Filterung, Öltemperatur und Dichtheit der Leitungen sind regelmäßig zu prüfen; Abdrücken und Entlüften verhindert Kavitation und Leistungsverlust.
- Leckage- und Berstschutz: Schutzschläuche, Halteketten und sauber verlegte Leitungen minimieren Quetsch- und Abrissgefahren.
Montage, Verriegelung und Bedienung
- Sichere Kupplung: Verriegelungssysteme müssen vollständig schließen; Sicht- und Zugprobe vor Arbeitsbeginn.
- Bedienlogik: Langsame Drucksteigerung, stetiges Nachführen, kontrolliertes Lösen unter Last.
- Kommunikation: Eindeutige Zeichen, klare Sichtachsen und abgestimmte Abläufe zwischen Bediener und Sicherungsposten.
Trägersicherheit am Tragwerk: Sicherer Umgang mit Balken, Unterzügen und Stützen
Das tragende System bleibt bis zum letzten Schnitt wirksam. Deshalb müssen Lastpfade und Zerlegefolge festgelegt, temporäre Abstützungen eingeplant und Eigengewicht sowie Restspannungen kontrolliert abgebaut werden. Bauteile dürfen erst gelöst werden, wenn ihre Stabilität und die Ableitung der Massen gesichert sind.
Besonderheiten beim Einsatz von Betonzangen
- Risssteuerung: Schließbewegung dosiert einsetzen; Bewehrungsführung beachten, um unkontrollierte Abplatzungen zu vermeiden.
- Schneiden gegen Abstützung: Gegengehaltene Bereiche reduzieren Schocklasten und verhindern ungewollte Umlenkung der Lasten.
- Restverbindungen: Bewehrungsreste und Hänger nicht unterschätzen; erst lösen, wenn Abfangung vorbereitet ist.
Stein- und Betonspaltgeräte in Bestandsbauteilen
- Bohrlochbild und Abstände: Gleichmäßige Lastverteilung der Spaltkeile; Randabstände zur Vermeidung von Ausbrüchen einhalten.
- Spaltfolge: Von entlasteten zu belasteten Zonen arbeiten; Rissausbreitung beobachten und ggf. Zwischensicherung setzen.
- Steinspaltzylinder: Hohe Spaltkräfte erfordern robuste Gegenlager; Hohlräume und Bewehrungsführung berücksichtigen.
Anwendungen und typische Szenarien
Trägersicherheit ist in allen Einsatzbereichen maßgeblich, variiert jedoch in den Schwerpunkten.
- Betonabbruch und Spezialrückbau: Betonzangen und Kombischeren sorgen für kontrollierte Demontage. Tragende Querschnitte werden erst nach Abfangung oder Entlastung bearbeitet.
- Entkernung und Schneiden: In Gebäuden mit eingeschränktem Raumangebot sind handgeführte Geräte in Kombination mit Hydraulikaggregaten üblich. Schnitt- und Spaltfolgen müssen die Gebäudestabilität erhalten.
- Felsabbruch und Tunnelbau: Stein- und Betonspaltgeräte sowie Steinspaltzylinder wirken sprengfrei. Stützung des Firstes, kontrollierte Rissführung und Standfestigkeit der Ortsbrust sichern den Betrieb.
- Natursteingewinnung: Spalttechnik ermöglicht trennscharfe Gewinnung. Kippkanten und Transportwege sind vorab festzulegen, damit sich gelöste Blöcke kontrolliert bewegen.
- Sondereinsatz: Tankschneider kommen bei Behältern, Rohren und in sensiblen Umgebungen zum Einsatz. Medienfreiheit, Entgasung und Erdung sind vor dem Trennen grundsätzlich zu prüfen.
Planung und Gefährdungsbeurteilung
Eine systematische Planung ist die Grundlage der Trägersicherheit und ordnet Technik, Personal und Ablauf.
- Bestandsaufnahme: Tragwerk, Material, Bewehrung, Spannungen, Leitungen, Medien und Zugänge erfassen.
- Verfahrenswahl: Betonzange, Stein- und Betonspaltgerät, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren oder Tankschneider nach Struktur und Randbedingungen auswählen.
- Statik und Abstützung: Lastpfade sichern, temporäre Träger und Stützen dimensionieren, Abbruch- bzw. Spaltfolge definieren.
- Hydraulikkonzept: Hydraulikaggregate, Leitungsführung, Druck-/Volumenstrom, Kühlung und Leckagevorsorge festlegen.
- Arbeits- und Kommunikationswege: Sichtfelder, Sperrzonen, Lastaufnahme- und Ablageplätze planen.
- Notfall- und Abschaltkonzept: Redundante Sicherungen, geordnete Druckentlastung und Rückzugswege vorsehen.
Rechtliche und normative Vorgaben sind allgemein zu berücksichtigen; verbindliche Einzelfallbewertungen erfolgen durch fachkundige Planerinnen und Planer.
Technische Parameter, die die Trägersicherheit beeinflussen
- Gerätespezifikationen: Werkzeugkraft, Maulöffnung, Spaltkraft, Schneidleistung, Eigengewicht.
- Hydraulik: Betriebsdruck, Volumenstrom, Rücklaufdruck, Ölqualität, Temperatur.
- Tragwerk: Querschnitt, Bewehrungsgrad, Materialfestigkeit, Risszustand, Vorspannung.
- Dynamik: Schwingungen, Lastwechsel, Stoßfaktoren, Rückprall.
- Umfeld: Platzverhältnisse, Untergrundtragfähigkeit, Witterung, Sicht, Staub und Lärm.
Arbeitsabläufe und bewährte Vorgehensweisen
- Vorbereitung: Sichtprüfung von Betonzange, Stein- und Betonspaltgerät, Steinspaltzylinder, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren und Tankschneider; Hydraulikaggregate funktionsprüfen.
- Positionierung: Trägergerät standsicher ausrichten, Sperrbereiche räumen, Abstützungen setzen.
- Sanftes Anfahren: Druck schrittweise erhöhen, Rissbildung oder Schnittverlauf beobachten und nachführen.
- Kontrolliertes Lösen: Lasten sichern, Bauteile nicht ungesichert pendeln oder kippen lassen.
- Rückbau in Etappen: Kleine, beherrschbare Teilquerschnitte bevorzugen; Abtransport synchronisieren.
- Regelmäßige Pausen für Kontrolle: Temperatur, Leckagen, Verschleiß prüfen; bei Auffälligkeiten Arbeit unterbrechen.
Schnitt- und Spaltverfahren im Hinblick auf Trägersicherheit
Die Wahl zwischen Scheren, Schneiden und Spalten richtet sich nach Material, Einbausituation und Sicherheitszielen.
- Betonzangen/Kombischeren: Geeignet für bewehrten Beton; ermöglichen selektives Trennen mit geringer Erschütterung.
- Stein- und Betonspaltgeräte/Steinspaltzylinder: Sprengfreie Alternative; Risssteuerung und kontrollierte Kraftdosierung entscheidend.
- Stahlscheren/Multi Cutters: Für Profile, Bewehrung, Tanks und Rohrleitungen; Schnittfolge und Restspannungen beachten.
- Tankschneider: Für Hohlkörper und Behälter; vorab Entleerung, Reinigung und Freimessen veranlassen.
Material- und Umwelteinflüsse
Feuchte, Temperatur, Alterung und Korrosion verändern Tragfähigkeit und Bruchbild. Staub, Lärm und Vibrationen beeinflussen Wahrnehmung und Kommunikation. In Tunneln und Schächten sind Belüftung und Beleuchtung sicherheitskritisch. Unwägbarkeiten werden durch messbare Kontrollen (z. B. Sichtprüfung, Temperatur, Druck) und durch konservative Ansätze bei der Kraftdosierung kompensiert.
Dokumentation und Nachweisführung
Ein durchgängiger Nachweisweg erhöht die Trägersicherheit und die Reproduzierbarkeit der Abläufe. Empfehlenswert sind Gerätedatenblätter, Hydraulikprotokolle, Pläne der Zerlegefolge, Abstützkonzepte, Übergabe- und Prüflisten sowie Fotodokumentation wesentlicher Schritte. Änderungen vor Ort sind nachvollziehbar festzuhalten.
Wartung, Prüfung und Instandhaltung
Die sichere Funktion von Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräten, Steinspaltzylindern, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren, Tankschneidern und Hydraulikaggregaten hängt von regelmäßiger Pflege ab. Verschleiß an Schneiden, Backen und Keilen, Dichtheit der Hydraulik, Vollständigkeit der Verriegelungen sowie der Zustand von Schläuchen und Kupplungen sind turnusmäßig zu prüfen. Bauteile mit sicherheitsrelevanter Funktion sind rechtzeitig auszutauschen.
Kompetenz und Organisation
Gut ausgebildete Teams erkennen Lastpfade, schätzen Spalt- und Schnittverhalten richtig ein und reagieren auf Veränderungen umsichtig. Unterweisungen, klare Zuständigkeiten und geübte Kommunikation sind wesentliche Elemente der Trägersicherheit. Allgemeine Vorgaben und anerkannte Regeln der Technik dienen als Orientierungsrahmen; Entscheidungen vor Ort erfolgen situativ und fachkundig.





















