Teilstückfundament

Ein Teilstückfundament ist ein in Abschnitten hergestelltes oder verbleibendes Fundamentsegment aus Beton oder Stahlbeton. Es begegnet der Praxis sowohl im Neubau – etwa bei abschnittsweiser Betonage unter laufendem Betrieb – als auch im Bestand, wenn bei Umbau, Entkernung oder Spezialrückbau nur bestimmte Fundamentbereiche angepasst, unterfangen oder selektiv entfernt werden. In der Ausführung steht die sichere Lastabtragung auf den Baugrund im Vordergrund, im Rückbau die erschütterungsarme Trennung und das präzise Zerkleinern massiver Querschnitte. Hierfür sind kontrollierte Verfahren wie das Spalten von Beton und der selektive Einsatz von Betonzangen besonders relevant. Die Darda GmbH ist in diesem Kontext für Werkzeuge und Verfahren im Betonabbruch und in der Natursteingewinnung bekannt.

Definition: Was versteht man unter Teilstückfundament

Unter einem Teilstückfundament versteht man ein abschnittsweise ausgeführtes oder verbleibendes Segment eines Fundaments, das eigenständig tragende Aufgaben übernimmt oder als Teil eines Gesamtsystems wirkt. Dazu zählen: abschnittsweise betonierte Streifen- oder Einzelfundamente, segmentierte Fundamentblöcke unter Maschinen, nach Rückbau verbleibende Restfundamente sowie temporär hergestellte Unterfangungsabschnitte. Die Geometrie reicht von punkt- und streifenförmigen Bauteilen bis zu Platten- und Blockfundamenten mit definierten Arbeitsfugen, Anschlussbewehrungen und Fugenabdichtungen. Typische Anforderungen sind die sichere Übertragung von Vertikal- und Horizontallasten, die Begrenzung von Setzungen, der geregelte Verbund an Arbeitsfugen sowie eine schadlose Einbindung in den Baugrund oder an den Fels.

Aufbau und typische Ausführungsformen von Teilstückfundamenten

Teilstückfundamente entstehen in der Regel durch abschnittsweise Herstellung oder durch selektiven Rückbau. Im Neubau werden Streifen- und Einzelfundamente häufig in Teilfeldern betoniert, um Bauabläufe, Baugrundverhältnisse oder Zwänge durch Bestandsbauten zu berücksichtigen. Im Bestand bleiben nach Abbruchmaßnahmen Teilstücke als Restfundamente, die später vollständig entfernt, angepasst oder für neue Lastfälle ertüchtigt werden. Entscheidend sind die Ausbildung der Arbeitsfugen, die Lage und Übergreifung der Anschlussbewehrung, der Schutz gegen Feuchte und Frost sowie die Qualität der Betonverdichtung und Nachbehandlung. Bei massiven Fundamentkörpern werden Teilstücke als Blöcke geplant, um Einbauteile, Anker oder Maschinenfußpunkte geordnet zu integrieren.

Einsatzsituationen im Neubau und im Bestand

Teilstückfundamente tauchen in zahlreichen Szenarien auf: bei der Erweiterung von Bestandsgebäuden, beim Unterfangen von Wänden, beim abschnittsweisen Ersatz von Fundamentplatten, im Anlagenbau mit Maschinenfundamenten sowie im Rückbau, wenn nur einzelne Fundamentzonen weichen müssen. In räumlich beengten Umfeldern und bei sensiblen Nachbarbebauungen werden häufig erschütterungsarme Methoden gewählt. Gerade dort kommen Stein- und Betonspaltgeräte und Betonzangen der Darda GmbH in den Einsatzbereichen Betonabbruch und Spezialrückbau sowie Entkernung und Schneiden zum Tragen, um Teilstücke kontrolliert zu trennen, zu zerkleinern und zu separieren.

Planerische Grundlagen: Statik, Baugrund und Fugen

Die Tragwirkung eines Teilstückfundaments ist nur im Zusammenspiel mit dem Baugrund zuverlässig. Lastannahmen, zulässige Bodenpressungen, Setzungsverhalten und ggf. Grundwasserstände sind zu berücksichtigen. Arbeitsfugen zwischen Teilstücken benötigen eine eindeutige Funktion: kraftschlüssig mit Anschlussbewehrung und Verbunddübeln oder bewusst gleitend mit Fugenblechen, Fugenbändern und definiertem Lastabtrag über benachbarte Abschnitte. Besondere Aufmerksamkeit gilt Schubfugen unter horizontalen Einwirkungen sowie dem Schutz gegen Frosthub. Bei wasserbeanspruchten Bauteilen werden Fugenabdichtungen geplant, während bei dynamisch belasteten Maschinenfundamenten eine homogene Steifigkeitsverteilung und ausreichende Dämpfung wichtig sind.

Relevanz für Rückbau und Umbau

Im Bestand entscheidet die Fugen- und Bewehrungslage, wie ein Teilstück getrennt werden kann. Sichtbar gemachte Arbeitsfugen, vorab hergestellte Säge- oder Kernbohrtrennschnitte und definierte Bohrbilder erleichtern den Einsatz von Spaltzylindern und Betonzangen und reduzieren unkontrollierte Rissausbreitung.

Herstellung in Abschnitten: Bauablauf und Qualität

Für die Herstellung werden Schalung, Bewehrung und Betonage abschnittsweise organisiert. Eine belastbare Bauzustandsstatik stellt sicher, dass Teillasten aus dem Hochbau oder Maschinen provisorisch aufgenommen werden, bis das Gesamtsystem wirkt. Die Qualitätssicherung umfasst die Verdichtung, die Nachbehandlung gegen Frühschwinden, die saubere Fugenbearbeitung (Strahlen, Bürsten, Vornässen) und die dokumentierte Lage der Anschlussbewehrung. In der Praxis werden Teilstücke so abgestimmt, dass Krane, Zufahrten und Leitungsführungen ohne Stillstände möglich bleiben.

Arbeitsfugen als Funktionsfugen

Arbeitsfugen werden im Teilstückfundament gezielt als Funktionsfugen genutzt: entweder zum sicheren Verbund (z. B. durch aufgerauhte Fugen und Übergreifungen) oder, bei Trennanforderung, als spätere Sollbruch- bzw. Trennfuge, die den selektiven Rückbau erleichtert.

Rückbau von Teilstückfundamenten: Verfahren und Gerätewahl

Beim Rückbau steht die kontrollierte Trennung ohne unnötige Erschütterungen und ohne Gefährdung angrenzender Bauteile im Fokus. Bewährt haben sich Spalt- und Zangenverfahren, die massive Fundamentkörper in handhabbare Stücke zerlegen und gleichzeitig Bewehrung trennen. Geräte der Darda GmbH werden hier auf Baustellen unterschiedlicher Größenordnung eingesetzt – von engen Innenhöfen bis zu industriellen Anlagen.

Stein- und Betonspaltgeräte

Stein- und Betonspaltgeräte für Teilrückbau arbeiten über in Bohrlöcher eingebrachte Spaltzylinder, die mit hydraulischem Druck einen Spaltkeil ausfahren. So lassen sich massive Fundamentquerschnitte gezielt auf Riss legen und ohne Sprengung öffnen. Vorteile sind geringe Schwingungen, geringer Lärm, minimierte Staubentwicklung und eine hohe Maßhaltigkeit – entscheidend bei Spezialrückbau, Entkernung und Schneiden sowie in sensiblen Umgebungen.

Betonzangen

Betonzangen für massive Fundamentkörper zerkleinern den freigelegten Fundamentbeton, lösen Betondeckung von der Bewehrung und bereiten einen sortenreinen Ausbau vor. In Kombination mit Hydraulikaggregaten der Darda GmbH können auch dickwandige Fundamentteile schrittweise aufgebrochen werden. Bei armiertem Beton harmoniert die Abfolge: Spalten zur Rissinitiierung, Zangenhub für den Bruch, anschließendes Trennen der Armierung mit Kombischeren oder Stahlscheren.

Weitere werkstoffgerechte Werkzeuge

Kombischeren und Multi Cutters trennen Einlagen, Anker und Bewehrung. Stahlscheren schneiden Träger oder Stahlprofile, die im Fundamentkopf eingebunden sind. Bei Sondereinsatz kann – je nach Aufgabe – ein angepasstes Werkzeugset erforderlich sein, stets mit Blick auf Sicherheit, Emissionen und Bauteilverhalten.

Vorgehensweise im Teilrückbau: Von der Trennfuge zum Abtransport

Eine geordnete Sequenz reduziert Risiken und Bauzeit. Der Grundablauf lässt sich wie folgt strukturieren:

  1. Freilegen und Vermessen: Leitungen, Anker, Fugenlage und Bewehrungsführung ermitteln, Lastabtrag temporär sichern.
  2. Trennschnitte und Bohrbild: Kernbohrungen und Sägeschnitte definieren, Bohrlochabstände auf Betongüte und Armierungsanteil abstimmen.
  3. Spalten: Spaltzylinder ansetzen, Rissführung beobachten, Abschnitte kontrolliert öffnen.
  4. Zerkleinern: Betonzangen einsetzen, Stückgrößen auf Hebezeuge und Entsorgung abstimmen.
  5. Stahltrennung: Bewehrung und Einbauten mit Kombi- oder Stahlscheren separieren.
  6. Materialfluss: Betonbruch und Stahl getrennt sammeln, Abtransport und Recycling organisieren.

Besondere Randbedingungen: Baugrund, Fels und Wasser

Teilstückfundamente treffen häufig auf heterogene Baugrundschichten oder Felsoberflächen. Im Felsabbruch und Tunnelbau erleichtert das Spalten den planmäßigen Zuschnitt des Auflagerbereichs, ohne die Umgebung zu erschüttern. Bei anstehendem Grundwasser sind Abdichtungen an Fugen und Übergängen zu berücksichtigen; im Rückbau sind Gewässerschutz, Sedimentrückhalt und Staubbindung mit Wassernebel gängige Mittel. In frostgefährdeten Bereichen bleiben Frostschürzen und kapillarbrechende Schichten maßgeblich für die Dauerhaftigkeit.

Sicherheit, Emissionen und Umweltschutz

Arbeitssicherheit beginnt mit einer Gefährdungsbeurteilung und reicht bis zur Überwachung von Lärm, Staub und Erschütterungen. Spaltverfahren und Betonzangen sind hier vorteilhaft, weil sie ohne Schlagenergie auskommen und punktgenau wirken. Persönliche Schutzausrüstung, Absperrungen, Lastaufnahmemittel und eine klare Signalisierung der Arbeitsbereiche sind obligatorisch. Für die Umweltbilanz ist die sortenreine Trennung entscheidend: mineralischer Betonbruch kann als RC-Material genutzt werden, Stahl wird dem Recycling zugeführt.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Im Neubau werden Betonierabschnitte, Fugenbehandlungen, Bewehrungsübergreifungen und Betonnachbehandlung dokumentiert. Im Rückbau dienen Bestandsunterlagen, Sondagen und Prüfschnitte der Verifizierung. Messwerte zu Erschütterungen und Lärm belegen die Einhaltung von Vorgaben. Eine klare Dokumentation der Bohrbilder, Spaltfolgen und Stückgewichte unterstützt die Nachweisführung und verbessert die Planbarkeit künftiger Projekte.

Praxishinweise für Planung und Ausführung

  • Teilstücke so wählen, dass Bauzustände stabil und logistisch erreichbar bleiben; Kran- und Transportwege früh berücksichtigen.
  • Arbeitsfugen bewusst als Verbund- oder Trennfugen ausbilden; Fugenbehandlung auf die spätere Funktion abstimmen.
  • Bei Rückbau frühzeitig Trennschnitte und Bohrbilder festlegen; Betongüte, Armierungsgehalt und Einbauten ermitteln.
  • In sensibler Umgebung Spaltgeräte priorisieren; Betonzangen für das maßhaltige Zerkleinern und die Vorbereitung der Stahltrennung einplanen.
  • Hydraulikaggregate bedarfsgerecht dimensionieren; Schläuche, Kupplungen und Drucke regelmäßig prüfen.
  • Materialfluss und Recycling schon im Konzept abbilden; Stückgewichte an Hebezeug und Abfuhr anpassen.

Bezug zu Produkten und Einsatzbereichen der Darda GmbH

Im Kontext Teilstückfundament sind insbesondere Stein- und Betonspaltgeräte sowie Betonzangen relevant: Sie ermöglichen das abschnittsweise Öffnen und Zerkleinern von Fundamentkörpern unter kontrollierten Bedingungen – ein Vorteil im Betonabbruch und Spezialrückbau, bei der Entkernung und Schneiden und, wo Fundamente in Fels einbinden, auch im Felsabbruch und Tunnelbau. Hydraulikaggregate stellen die Energieversorgung sicher, während Kombischeren, Multi Cutters und Stahlscheren die Stahltrennung effizient ergänzen. So lassen sich Teilstücke sicher lösen, geordnet handhaben und einer geordneten Wiederverwertung zuführen – ohne unnötige Erschütterungen und mit hoher Präzision.