Staub entsteht überall dort, wo Beton, Gestein oder Metall getrennt, gespalten oder zerkleinert wird. In Tätigkeitsfeldern wie Betonabbruch und Spezialrückbau, Entkernung und Schneiden, Felsabbruch und Tunnelbau sowie der Natursteingewinnung ist eine geeignete Staubschutzmaske fester Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung. Das gilt insbesondere beim Arbeiten mit kraftvollen, hydraulisch betriebenen Werkzeugen der Darda GmbH – etwa mit Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräten, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren, Tankschneidern oder Steinspaltzylindern. Eine fachgerecht ausgewählte und korrekt getragene Staubschutzmaske reduziert die inhalative Exposition gegenüber mineralischem Feinstaub, Abriebpartikeln und quarzhaltigen Stäuben und ergänzt technische und organisatorische Staubminderungsmaßnahmen.
Definition: Was versteht man unter Staubschutzmaske
Unter einer Staubschutzmaske versteht man eine partikelfiltrierende Halbmaske zum Schutz der Atemwege vor festen Partikeln und Aerosolen. Sie wird dicht über Mund und Nase getragen und filtert eingeatmete Luft über ein Vlies- oder Mehrlagenfiltersystem. Im industriellen Umfeld haben sich Filterklassen nach EN 149 (FFP1, FFP2, FFP3) etabliert. Staubschutzmasken sind nicht für Gase oder Dämpfe geeignet und setzen eine ausreichende Sauerstoffkonzentration der Umgebungsluft voraus. Sie werden in staubintensiven Arbeiten eingesetzt, wie sie beim Einsatz von Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräten oder beim Abtrennen und Zerkleinern von Bauteilen typischerweise auftreten.
Schutzarten, Kennzeichnungen und Normen
Die Auswahl der passenden Staubschutzmaske orientiert sich an der Partikelbelastung, der Dauer der Tätigkeit und den rechtlich-technischen Rahmenwerken. In europäischen Arbeitsumgebungen sind partikelfiltrierende Halbmasken nach EN 149 verbreitet. Die wesentlichen Merkmale:
- FFP1: Grundschutz gegen gröbere, nicht toxische Stäube mit geringer Konzentration. Für die meisten mineralischen Stäube im Abbruchkontext zu schwach.
- FFP2: Schutz gegen gesundheitsschädliche Stäube und feste Aerosole in moderater Konzentration, typischer Standard bei Beton- und Gesteinsbearbeitung, z. B. beim Arbeiten mit Betonzangen oder Kombischeren in der Entkernung.
- FFP3: Hohe Filterleistung für feine, alveolengängige Stäube, inklusive quarzhaltiger Feinstäube, wie sie beim Zerkleinern von Beton, beim Felsabbruch oder im Tunnelbau auftreten können.
Weitere Kennzeichnungen unterstützen die praxisgerechte Auswahl:
- NR (nicht wiederverwendbar): Für eine Arbeitsschicht ausgelegt.
- R (wiederverwendbar): Für mehrere Arbeitsschichten nutzbar, bei sachgerechter Aufbewahrung.
- D: Bestandenes Dolomitstaub-Prüfverfahren; Hinweis auf guten Atemwiderstand auch bei Staubbeladung.
- Ausatemventil: Erleichtert das Ausatmen, reduziert Feuchte- und Wärmestau unter der Maske – sinnvoll bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten, z. B. beim Handling schwerer Betonzangen oder Steinspaltzylinder.
Für Tätigkeiten mit hoher Staubfreisetzung, wie sie beim Brechen, Zangen, Spalten und Schneiden von Beton und Naturstein typisch sind, wird häufig mindestens FFP2, bei stark staubenden Einsatzlagen oft FFP3 verwendet. Maßgeblich sind die Gefährdungsbeurteilung, die Staubart (z. B. quarzhaltiger Feinstaub) und die Konzentration am Arbeitsplatz. Eine Staubschutzmaske ist dabei Teil eines abgestimmten Schutzkonzepts, das technische Staubminderung (z. B. durch Nassschnitt oder Punktabsaugung) und organisatorische Maßnahmen mit einbezieht.
Staubquellen bei Betonabbruch, Felsabbruch und Entkernung
Die Art des Staubs bestimmt die Anforderungen an die Staubschutzmaske. Im Umfeld der Darda GmbH sind typische Staubquellen:
- Zerkleinern von Beton mit Betonzangen: Freisetzung von Zementstaub, feinem Gesteinsmehl und möglicherweise quarzhaltigem Feinstaub; Bewehrungsanteile können zusätzliche Abriebpartikel generieren.
- Spalten von Gestein mit Stein- und Betonspaltgeräten oder Steinspaltzylindern: Punktuelle Materialtrennungen, die je nach Untergrund Mikroabbrüche und Feinstaub freisetzen.
- Entkernung und Schneiden mit Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren und Tankschneidern: Metallabrieb, Lack- und Beschichtungsreste, mineralischer Staub aus angrenzendem Mauerwerk.
- Felsabbruch und Tunnelbau: Hohe Feinstaubanteile aus Gesteinsabrieb; in geschlossenen Räumen (Tunnel, Schächte) ist die Staubkonzentration oft erhöht.
Auswahl der Staubschutzmaske nach Einsatzbereich
Betonabbruch und Spezialrückbau
Beim Abtrennen, Zangen und Verpressen von Betonstrukturen ist der Anteil feiner Partikel häufig hoch. FFP2 ist vielfach das Ausgangsniveau; bei intensiver Feinstaubbildung oder erhöhter Quarzbelastung wird FFP3 in der Praxis oft bevorzugt. Ausatemventile verbessern den Tragekomfort bei körperlicher Belastung und hoher Umgebungstemperatur.
Entkernung und Schneiden
In Innenräumen mit geringem Luftaustausch kann die Staubkonzentration rasch ansteigen. Bei Arbeiten mit Kombischeren und Multi Cutters ist neben mineralischem Staub auch feiner Metall- und Beschichtungsabrieb relevant. Dicht sitzende Masken mit zuverlässiger Gesichtsabdichtung und ggf. D-Kennzeichnung sind vorteilhaft.
Felsabbruch und Tunnelbau
Alveolengängige Stäube aus Gesteinsabrieb können besonders kritisch sein. Häufig kommen FFP3-Masken zum Einsatz. In untertägigen Bereichen ist zusätzlich auf ausreichenden Sauerstoffgehalt der Luft zu achten; Staubschutzmasken filtern keine Gase. Für längere Schichten bieten komfortorientierte Modelle mit geringem Atemwiderstand Vorteile.
Natursteingewinnung und Sondereinsatz
Abhängig von Gesteinsart und Bearbeitungsmethode variiert die Staubbelastung. Eine sorgfältige Gefährdungsbeurteilung, die Material, Verfahren (trocken/nass) und Dauer berücksichtigt, ist Grundlage der Auswahl. Bei wechselnden Tätigkeiten bewährt sich eine klare Kennzeichnung der Masken und eine strukturierte Ausgabepraxis.
Passform, Dichtsitz und Tragepraxis
Die Schutzwirkung steht und fällt mit der Dichtigkeit. Haarwuchs im Dichtbereich, falsch eingestellte Bänder oder verrutschte Maskenkörper vermindern die Leistung erheblich. Vor Arbeitsbeginn empfiehlt sich ein einfacher Dichtsitz-Check durch Abdecken des Maskenkörpers beim Einatmen. Brillenträger achten auf kompatible Nasenbügel zur Reduktion von Leckagen. Bei schweißtreibenden Arbeiten (z. B. beim Hantieren mit Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräten) helfen Masken mit Ventil, das Beschlagen von Schutzbrillen zu reduzieren.
Verwendung im Zusammenspiel mit anderer PSA
Im Abbruch- und Tunnelumfeld werden Staubschutzmasken zusammen mit Schutzhelm, Gehörschutz, Schutzbrille und Handschutz getragen. Die Komponenten sollten aufeinander abgestimmt sein, damit keine Druckstellen entstehen und der Dichtsitz nicht beeinträchtigt wird. Schlanke Maskenkörper harmonieren oft besser mit eng anliegenden Schutzbrillen und Kapselgehörschutz.
Grenzen der Staubschutzmaske
Partikelfiltrierende Halbmasken schützen ausschließlich vor Partikeln. Sie bieten keinen Schutz vor Gasen oder Dämpfen und sind nicht für sauerstoffarme Umgebungen geeignet. Bei sehr hohen Staubkonzentrationen, langen Tragezeiten oder besonderen Gefahrstoffen können andere Atemschutzsysteme erforderlich sein. Entscheidungen dazu sollten sich an anerkannten Regeln der Technik und den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung orientieren.
Staubminderung an der Quelle und Arbeitsorganisation
Die Staubschutzmaske ist Teil eines Maßnahmenpakets. Technische und organisatorische Schritte senken die Exposition deutlich:
- Staubarme Verfahren bevorzugen, z. B. Trennen und Spalten statt Schleifen, wo möglich.
- Nassschnitt, lokale Absaugung oder Abschirmungen erwägen.
- Arbeitsbereiche räumlich trennen, Staubquellen kapseln, Zugluft berücksichtigen.
- Reinigung mit geeigneten Verfahren; trockenes Aufwirbeln vermeiden.
- Aufgaben- und Pausenplanung so gestalten, dass Erholungsphasen ermöglicht werden.
Pflege, Lagerung und Wechsel
Für die vorgesehene Nutzungsdauer gilt: Eine nasse, beschädigte oder deutlich erschwerte Atmung anzeigende Maske wird ersetzt. Wiederverwendbare Varianten werden sauber und trocken in der Originalverpackung oder einer sauberen Box gelagert. Masken nicht in Werkzeugtaschen mit Schleifstaub aufbewahren. Kennzeichnungen wie NR/R beachten.
Arbeitsmedizinische und rechtliche Aspekte
Im beruflichen Umfeld gelten allgemeine Arbeitsschutzvorgaben sowie einschlägige Normen und Regeln der Technik. Die Auswahl und Verwendung der Staubschutzmaske orientieren sich an Gefährdungsbeurteilung, Stoffdaten und Arbeitsplatzbedingungen. Unterweisungen sowie eine sorgfältige Dokumentation der Schutzmaßnahmen unterstützen eine verlässliche Anwendung in den Einsatzbereichen der Darda GmbH.
Typische Fehler vermeiden
- Maske aufsetzen mit verschmutzten Händen: Gefahr von Undichtigkeiten und Hautirritationen.
- Locker getragene Bänder: Leckage besonders an Nase und Wangen.
- Mehrfachnutzung von NR-Masken über die Schicht hinaus.
- Verwendung bei unklarer Atmosphäre (Gase, Sauerstoffmangel) trotz Partikelschutzcharakter.
- Kombination mit unpassender Schutzbrille oder Gehörschutz, die den Dichtsitz stören.
Praxisnahe Beispiele aus den Einsatzbereichen der Darda GmbH
Beim Abbeißen von Stahlbeton mit Betonzangen entsteht an der Bruchkante scharfkantiger Betonmehlstaub. Eine dichtsitzende FFP2- oder FFP3-Maske reduziert die Aufnahme dieses Feinstaubs. Beim Spalten massiver Natursteinblöcke mit Stein- und Betonspaltgeräten ist die optische Staubentwicklung oft gering, dennoch können feine Partikel freigesetzt werden – eine situativ angepasste Staubschutzmaske bleibt sinnvoll. In Tunnelvortrieben mit begrenztem Luftaustausch ist die Wahl einer komfortablen Maske mit niedrigem Atemwiderstand hilfreich, um sie über längere Intervalle konsequent zu tragen.
Checkpunkte für die Auswahl im Arbeitsalltag
- Welche Staubart und -menge ist zu erwarten (z. B. quarzhaltiger Betonstaub, Gesteinsabrieb, Metallfeinstaub)?
- Wie lange dauert die Tätigkeit und wie ist die Luftzirkulation (innen/außen, Tunnel/Schacht)?
- Welche Filterklasse ist angemessen (FFP2 als Standard, FFP3 bei hoher Feinstaublast)?
- Benötige ich ein Ausatemventil für geringeren Wärmestau?
- Sind Brille, Helm und Gehörschutz mit der Maskenform kompatibel?
- NR oder R – wie ist die geplante Nutzung und Lagerung organisiert?





















