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Darda GmbH
Im Tal 1
78176 Blumberg

Umspannwerksanierung

Die Umspannwerksanierung umfasst die technische, bauwerkliche und organisatorische Ertüchtigung bestehender Schaltanlagen und Trafostationen im laufenden Netzbetrieb. Sie reicht vom selektiven Rückbau alter Betonfundamente über die Erneuerung von Kabeltrassen bis hin zur Anpassung von Trafowannen und Schalthausstrukturen. Aufgrund der Nähe zu spannungsführenden Anlagenteilen, strengen Emissionsvorgaben und beengten Baufeldern werden bevorzugt erschütterungsarme, funkenarme und präzise Verfahren eingesetzt. Werkzeuge und Systeme der Darda GmbH wie Betonzangen, Stein- und Betonspaltgeräte, Hydraulikaggregate, Kombischeren, Multi Cutters, Stahlscheren und Tankschneider werden in diesem Kontext genutzt, um selektiven Rückbau mit hoher Kontrolle und geringer Beeinflussung des laufenden Betriebs zu ermöglichen.

Definition: Was versteht man unter Umspannwerksanierung

Unter Umspannwerksanierung versteht man die planvolle Instandsetzung, Modernisierung und teilweise den Umbau von Umspannstationen (AIS/GIS), einschließlich ihrer Beton- und Stahlbauwerke, Kabelwege, Fundamente, Trafowannen, Leitungsabgänge und Nebengebäude. Ziel ist die Verlängerung der Nutzungsdauer, die Anpassung an aktuelle technische Anforderungen und Sicherheitsstandards sowie die Optimierung von Betrieb, Inspektion und Entsorgung. Zentrale Aufgaben sind der selektive Betonabbruch, das demontagegerechte Trennen metallischer Bauteile, die Entkernung von Schalthäusern und die Wiederherstellung bzw. Neuerrichtung der für den Netzbetrieb erforderlichen Strukturen.

Besondere Anforderungen in Umspannwerken: Sicherheit, Emissionen und Betrieb im Bestand

Sanierungsarbeiten in Umspannwerken erfolgen häufig unter Aufrechterhaltung wesentlicher Netzfunktionen. Daraus resultieren besondere Anforderungen an Arbeitsverfahren und Ausrüstung:

  • Erschütterungsarmut: Minimierung von Schwingungen zum Schutz empfindlicher Betriebsmittel und Fundamente, etwa durch Betonzangen oder Stein- und Betonspaltgeräte.
  • Funken- und staubarmes Arbeiten: Kalte Trennverfahren, staubarmes Brechen und Spalten, punktuelle Wasserbedüsung zur Staubbindung.
  • Elektrische Sicherheit: Arbeiten in Nähe spannungsführender Anlagenteile erfordern abgestimmte Freigaben, definierte Annäherungszonen und klare Bauphasenplanung.
  • Baustellenlogistik: Beengte Baufelder, definierte Kran- und Fahrwege, Lastverteilungen auf Schotterflächen, temporäre Abstützungen.
  • Umwelt- und Gewässerschutz: Umgang mit ölbelasteten Bereichen (z. B. an Trafowannen), getrennte Erfassung belasteter Baustoffe, dichtes Arbeiten in sensiblen Zonen.

Typische Arbeitsschritte der Umspannwerksanierung

  1. Bestandserfassung und Planung: Bauwerksdiagnostik, Bewehrungsortung, Betondruckfestigkeit, Erschütterungs- und Lärmkonzept, Bauphasen und Umschaltpläne.
  2. Entkernung und Schneiden: Ausbau von Innenbekleidungen, Öffnen von Durchbrüchen, Rückbau nicht tragender Bauteile mit Betonzangen; Zuschneiden von Kabeltrassen mit Stahlscheren bzw. Multi Cutters.
  3. Selektiver Betonabbruch: Abtrag von Auflagerkanten, Fundamentschäften, Kabelkanalwänden; Einsatz von Stein- und Betonspaltgeräten zur kontrollierten Rissbildung und Trennung.
  4. Metallischer Rückbau: Trennen von Stahlstützen, Gitterträgern und Einbauteilen mittels Kombischeren oder Stahlscheren; Tankschneider bei Behältern und geschlossenen Hohlkörpern im ausgeräumten, freigegebenen Zustand.
  5. Wiederaufbau und Ertüchtigung: Betonergänzungen, Reprofilierungen, neue Kabelwege, Anpassungen an Trafowannen, Einbau neuer Komponenten.
  6. Qualitätssicherung: Maßkontrolle, Oberflächenprüfung, Dokumentation der Trenn- und Abbruchverfahren, Nachweise zur Entsorgung.

Selektiver Betonabbruch: Verfahren und Geräteauswahl

Beim Rückbau von Fundamentköpfen, Kabelkanälen, Schalthaus-Decken oder Mastfundamenten im Bestand kommt es auf präzise, kontrollierte und schadensarme Verfahren an. Zwei Methoden haben sich besonders bewährt:

Betonzangen: kontrollierter Abtrag ohne Schlagenergie

Betonzangen der Darda GmbH greifen Bauteile beidseitig, spalten und zerkleinern Beton ohne Schlagwerk. Vorteile im Umspannwerk:

  • Geringe Erschütterung und damit Schutz sensibler Betriebsmittel.
  • Gezieltes Freilegen von Bewehrung zur sortenreinen Trennung.
  • Gute Zugänglichkeit in beengten Bereichen, etwa an Kabelkanälen oder Wandfüßen.
  • Reduzierte Randabplatzungen und saubere Kanten für anschließende Betonergänzungen.

Stein- und Betonspaltgeräte: Spalten statt Schlagen

Stein- und Betonspaltgeräte der Darda GmbH nutzen in Bohrlöchern hydraulische Spaltzylinder. Sie erzeugen definierte Risse und lösen massive Bauteile in kontrollierbaren Blöcken:

  • Leise und erschütterungsarm, geeignet für Arbeiten nahe in Betrieb befindlicher Anlagen.
  • Wirksam bei starken Querschnitten wie Trafowannenrändern, Mastfundamenten oder massiven Kabelkanalwänden.
  • Geringe Sekundärschäden an angrenzenden Bauteilen und Leitungen.

Hydraulikaggregate: Energieversorgung und Steuerbarkeit

Hydraulikaggregate der Darda GmbH versorgen Betonzangen und Spaltzylinder mit der benötigten Leistung. Wichtig sind drehmomentstabile, fein dosierbare Systeme, die lange Schlauchleitungen bei sicherem Abstand zu spannungsführenden Teilen ermöglichen und zugleich den Geräuschpegel niedrig halten.

Metallischer Rückbau: Trennen, Scheren, Öffnen

Stahlbauteile, Kabelpritschen, Abdeckungen und Behälter werden in Umspannwerken vorzugsweise kalt und funkenarm getrennt:

  • Stahlscheren für Profile, Bleche und Gitterstrukturen im Schalthof.
  • Kombischeren für wechselnde Querschnitte, wenn Abbruch- und Schneidaufgaben zusammenfallen.
  • Multi Cutters für Kabelbündel, Rohrleitungen und dünnwandige Metalle.
  • Tankschneider zum Öffnen und Segmentieren leerer, freigegebener Behälter oder abgeschlossener Hohlkörper, etwa Abdeckungen oder Sammeleinrichtungen. Arbeiten erfolgen erst nach entsprechender Freimessung und allgemein anerkannten Sicherheitsmaßnahmen.

Die Auswahl der Werkzeuge richtet sich nach Materialgüte, Querschnitt, Restspannung und der geforderten Bauteiltrennung, wobei die Emissionsminimierung oberste Priorität besitzt.

Planung, Statik und Bauphasen

Die Bauphasenplanung in Umspannwerken koordiniert Netzumschaltungen, Freigaben, Lastabtrag und temporäre Sicherungen. Wesentliche Punkte:

  • Tragwerksanalyse: Reihenfolge von Schnitten und Spaltvorgängen, um ungewollte Lastumlagerungen zu vermeiden.
  • Temporäre Stützen und Abhängungen: Schutz von Deckenfeldern, Kabelbrücken und Schalthausöffnungen.
  • Erschütterungs- und Rissmonitoring: Messpunkte an sensiblen Bauteilen; Wahl erschütterungsarmer Methoden (Betonzangen, Spaltgeräte).
  • Logistik im Sondereinsatz: Beengte Zugänge, geringe Bodenpressungen, modulare Werkzeuge und kompakte Hydraulikaggregate.

Umwelt- und Ressourcenschutz

Auf dem Schalthof gelten strenge Vorgaben zu Boden- und Gewässerschutz. Baustoffe sind getrennt zu erfassen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Typische Maßnahmen:

  • Stoffstrommanagement: Trennung von Beton, Bewehrungsstahl, Kabeln, beschichteten Metallen und potenziell verunreinigten Materialien.
  • Staub- und Lärmminderung: punktuelles Befeuchten, windangepasste Arbeiten, leise Trenn- und Spaltverfahren.
  • Flüssigkeitsmanagement: Schutz vor Eintrag in Trafowannen und Entwässerung; dichte Arbeitsbereiche und Auffangvorrichtungen.

Rechtliche Anforderungen sind projektspezifisch zu prüfen; die Einhaltung einschlägiger Vorgaben erfolgt in Abstimmung mit Auftraggeber und Aufsicht.

Arbeiten in Anlagenähe: Abstände, Freigaben, Organisation

Arbeitsschritte werden mit dem Anlagenbetrieb abgestimmt. Dazu zählen Freigaben, Sperrungen, Schutzerdungen, definierte Annäherungszonen und die Wahl geeigneter Werkzeuge. Erschütterungsarme und funkenarme Verfahren erhöhen die Prozesssicherheit und reduzieren Schnittstellenrisiken.

Methodenkombination und Ablaufsteuerung

Häufig wird ein Bauteil zuerst mit Stein- und Betonspaltgeräten in Blöcke zerlegt, die anschließend mit Betonzangen weiterverkleinert werden. Metalleinlagen trennt man mit Stahlscheren oder Kombischeren. Durch diese Kombination lassen sich Kranzeiten, Staubentwicklung und Lärm minimieren und die Sortenreinheit beim Ausbau erhöhen.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Die Qualitätssicherung umfasst Bauteilnachweise (Maße, Ebenheiten, Rissfreiheit), Prüfberichte zu Betonergänzungen und eine lückenlose Dokumentation der Abbruch- und Trennvorgänge. Für den Betreiber sind nachvollziehbare, bildgestützte Berichte und Stoffstromnachweise essenziell.

Einsatzbereiche der Darda GmbH Werkzeuge im Umspannwerk

  • Betonabbruch und Spezialrückbau: Betonzangen für Deckenkanten, Stützenköpfe und Kabelkanalwände; Stein- und Betonspaltgeräte für massive Fundamente und Trafowannenbereiche.
  • Entkernung und Schneiden: Multi Cutters und Kombischeren für Innenausbau, Kabeltrassen, dünnwandige Metalle; handliche Betonzangen für Öffnungen und Durchbrüche.
  • Sondereinsatz: Kompakte Hydraulikaggregate und leichte Anbaugeräte, wenn geringe Bodenpressungen, niedrige Emissionen und enge Platzverhältnisse vorliegen.

Praxisnahe Detailpunkte in der Umspannwerksanierung

Fundamentköpfe und Auflager

Gezieltes Öffnen von Auflagerkanten und Konsolen mit Betonzangen reduziert Randabplatzungen und erleichtert Anschlussbewehrungen. Spaltgeräte lösen tiefe Querschnitte ohne schlagende Einwirkung.

Kabelkanäle und Schächte

Deckel- und Wandfelder werden segmentweise herausgetrennt. Metallische Einlagen schert man funkenarm; Betonanteile werden mit Betonzangen zerkleinert, um Kabel zu schützen.

Schalthaus und Nebengebäude

Entkernung erfolgt abschnittsweise. Wanddurchbrüche entstehen kontrolliert; Schnittfolgen berücksichtigen Tragverhalten und Installationen. Erschütterungsarme Verfahren sichern angrenzende Bauteile.

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